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Unsere Produkte im Einsatz

Wägetechnik in der Pelletproduktion

Das österreichische Familienunternehmen Holzindustrie Schweighofer erweiterte 2015 das Sägewerk Sebes in Rumänien um eine weitere Pelletpresse.

ImpactWeigh von MTS in der Anlage Sebes in Rumänien

ImpactWeigh von MTS in der Anlage Sebes in Rumänien

Blick in die Prallplattenwaage ImpactWeigh

Blick in die Prallplattenwaage ImpactWeigh

Holzspäne: das leichte Material ist eine Herausforderung für eine Prallplattenwaage

Holzspäne: das leichte Material ist eine Herausforderung für eine Prallplattenwaage

Das Ausgangsmaterial der Pelletproduktion, Holzspäne, die im Sägewerk ja reichlich anfallen, sollten für eine genaue Bestimmung der Produktionskennzahlen zukünftig nach dem Trocknungsprozess verwogen werden. Die bisherige volumetrische Mengenerfassung im Bandtrockner entsprach nicht mehr den Anforderungen. Eine Verwiegung auf einem Förderband kam jedoch aufgrund der Anlagensituation nicht in Frage. Daher wurde der Einsatz einer Prallplattenwaage in Betracht gezogen.

 

Alternative zu anderen Wägesystemen

Prallplattenwaagen verwiegen Schüttgüter im vertikalen Durchlauf durch die Waage, wobei das Schüttgut auf die Prallplatte auftrifft und der erzeugte Impuls von einer DMS-Wägezelle erfasst wird. Der reguläre Messfehler liegt bei ± 1 bis 2 % der maximalen Fördermenge. Damit stellen diese Waagen eine sehr gute Alternative zu anderen Wägesystemen dar. Aufgrund ihrer kompakten Dimensionen und ihres einfachen Aufbaus sind sie schnell und einfach installierbar, kostengünstig und wartungsarm. Für eine gute Messgenauigkeit sollten jedoch einige Voraussetzungen für den Einsatz einer Prallplattenwaage erfüllt sein: ein gut fließfähiges, homogenes Schüttgut, das einen ausreichenden Aufprallimpuls auf der Prallplatte erzeugt, eine definierte Zuförderung des Schüttgutes und eine Installation der Waage frei von Vibrationen oder Luftströmungen.

 

Konzentration auf Konstruktion der Messmechanik

Im Anwendungsfall Sägewerk Sebes waren folgende Voraussetzungen gegeben: Der vorhandene Förderprozess bot ideale Voraussetzungen für den Einsatz einer Prallplattenwaage. Die ImpactWeigh konnte direkt zwischen einer Förderschnecke, die eine definierte Zuförderung sicherstellt, und vor zwei Zellradschleusen zum Abtransport des Materials, installiert werden. Das Fördergut aber stellte eine Herausforderung dar: Holzspäne mit einer Spangröße von bis zu 15 mm und einem Schüttgewicht von nur 0,15 kg/l bei einem Mengendurchsatz von ca. 150 m³/h. Kann so ein leichtes Material sicher und gut mit einer Prallplattenwaage verwogen werden?

 

Die Techniker und Ingenieure von MTS waren davon überzeugt, da sie bei der Entwicklung der Waage besonderes Augenmerk auf die Konstruktion der Messmechanik gelegt hatten und hervorragende Messergebnisse in vielen Anwendungen deren gute Funktionalität bestätigten. Daher wagten sie den Einsatz der ImpactWeigh für diese Aufgabe, allerdings mit der Annahme, dass die Waage mit einer geringeren Messgenauigkeit arbeiten würde, was der Kunde akzeptierte.

 

Exakte Messung

Die ImpactWeigh erzielt seit ihrer Inbetriebnahme im August 2015 zuverlässige und exakte Messungen mit einem Messfehler von unter ± 2 %! Dieses Ergebnis wird mit einer ImpactWeigh in Standardausführung, ohne jegliche Sonderausstattung, erreicht. Die Auswertung erfolgt über die Wägeelektronik ModWeigh PPW, deren Leistungsparameter (Auflösung, Filter, etc.)  die Messgenauigkeit der Waage zusätzlich unterstützen.

 

Somit hat die Prallplattenwaage ImpactWeigh einen weiteren Praxistest bestanden und bewies, dass sie sich auch für die genaue Verwiegung so leichter Schüttgüter wie Holzspäne eignet. Ein Ergebnis, mit dem sowohl die Entwickler der Waage wie auch der Anwender zu recht zufrieden sind.