Logo

Präzises Wiegen in der Schlackenaufbereitung

|   Behälter-Klappenwaagen

Kupfer und Aluminium exakt erfassen mit der CDW

 

Die Goldpreise steigen – aber nicht nur die. Kupfer wird schon als „Gold des kleinen Mannes“ gehandelt. Umso bedeutender wird das Recycling dieser Metalle.

 

Die DURMIN Entsorgung und Logistik GmbH und das Aufbereitungszentrum DIE GRÜNEN ENGEL am Nürnberger Hafen bereiten Schlacke und andere Sekundärrohstoffe aus Bau-, Gewerbe- und Industrieabfällen auf. Ziel des Unternehmens ist es dabei, den Recyclingprozess so nachhaltig, kostengünstig und effizient wie möglich zu gestalten.

 

Schlacken als wertvolle Ressource

 

Im Fokus der Anlage steht die Aufbereitung von Schlacken aus der Müllverbrennung. Diese enthalten wertvolle Rohstoffe, die in mehreren Verfahrensschritten separiert und weiterverwertet werden.
Bei DURMIN werden dabei:

  • Metalle getrennt erfasst – unterteilt in Eisen sowie NE-Metalle wie Aluminium und Kupfer
  • Mineralische Bestandteile zerkleinert und als gütegesicherter Ersatzbaustoff im Straßen-, Wege- und Deponiebau eingesetzt

 

So entstehen aus vermeintlichen Abfallprodukten wertvolle Sekundärrohstoffe für unterschiedliche Industriezweige.

 

Die Herausforderung: Exakte Mengenerfassung bei geringen Förderleistungen

 

Um die Prozesse weiter zu optimieren und eine präzise Bilanzierung der Wertstoffe zu ermöglichen, sollten künftig mehrere unterschiedliche Massenströme mengenmäßig exakt erfasst werden. Die Förderleistungen der einzelnen Linien liegen bei bis zu 1,0 t/h – ein Bereich, in dem klassische Bandwaagen häufig an ihre Grenzen stoßen.

 

Gerade in der Schlackenaufbereitung sind geringe Fördermengen, wechselnde Materialeigenschaften und beengte Einbausituationen typische Herausforderungen. Eine Verwiegung sollte dennoch kontinuierlich im laufenden Produktionsprozess und mit hoher Genauigkeit erfolgen.

 

Die Lösung: Behälter-Klappenwaagen von MTS

 

Für diese Aufgabe holte DURMIN die MTS MessTechnik Sauerland GmbH mit ins Boot. Nach der Besichtigung der Anlagensituation fiel schnell die Entscheidung auf den Einsatz von Behälter-Klappenwaagen des Typs CDW, die speziell für solche Anwendungen entwickelt wurden. Mehrere Linien konnten mit diesem Waagentyp ausgestattet werden.

 

Die Behälter-Klappenwaage CDW besteht aus einem Wägebehälter mit einer nach unten pneumatisch zu öffnenden Abwurfklappe und einem robusten Subrahmen. Der Subrahmen wird fest am Abwurf an die Konstruktion des Förderers installiert, während der eigentliche Wägebehälter mithilfe präziser Wägezellen im Rahmen integriert wird.

 

Die sortierten Wertstoffe werden dann über das Förderband abtransportiert und fallen am Abwurf in den geschlossenen Wägebehälter – solange, bis ein definierter Füllstand bzw. Gewichtswert erreicht ist. Daraufhin wird der Bandlauf kurz gestoppt und simultan der Wägebehälter statisch verwogen. Danach öffnet die Abwurfklappe und der Behälter wird entleert. Die Klappe schließt wieder, der Behälter wird tariert und die Zuförderung startet wieder für den nächsten Wägezyklus. Pro Stunde können so bis zu 50 Wägezyklen erfolgen. Dieses Prinzip ermöglicht eine hochgenaue Mengenerfassung auch bei sehr geringen Förderleistungen – unabhängig von Bandgeschwindigkeit oder Materialfluss.

 

Die Steuerung der Befüllung und Entleerung sowie die Auswertung der Wägezellensignale übernimmt die leistungsfähige Auswerteelektronik ModWeigh CDW. Die Wägeelektronik erfasst zum einen den Gewichtswert des Wägebehälters und akkumuliert die einzelnen Batchwerte als Summenwert im Summenzähler. Gleichzeitig generiert die Elektronik aus den Gewichtswerten der einzelnen Batches und der für eine Verwiegung ermittelten Zeiteinheit auch die Durchsatzmenge in kg/h bzw. t/h. Die Klappe wird autark über das ModWeigh angesteuert. Über Profinet oder Profibus DP lassen sich die Messdaten zusätzlich in das Prozessleitsystem des Kunden einbinden.

 

Ergänzende Lösung für eine weitere Linie

 

Eine weitere Linie wurde aufgrund spezifischer anlagentechnischer Anforderungen mit einer Plattformwaage von MTS ausgerüstet, um auch hier eine zuverlässige Mengenerfassung sicherzustellen.

 

Fazit

 

Mit dem Einsatz der Behälter-Klappenwaagen CDW konnte bei DURMIN eine präzise, reproduzierbare und prozesssichere Erfassung der Wertstoffströme realisiert werden. Die Lösung trägt wesentlich zu einer transparenten Stoffstrombilanz, zur Optimierung der Recyclingprozesse und damit zu einer nachhaltigen Ressourcennutzung bei.

Zurück
Behälter-Klappenwaagen CDW in der Schlackenaufbereitung
Behälter-Klappenwaagen CDW in der Schlackenaufbereitung
Produktfoto der Behälter-Klappenwaage CDW
Produktfoto der Behälter-Klappenwaage CDW
Auswerteelektronik ModWeigh CDW: Anzeige- und Bedienmodul, eingebaut in der Schaltschranktür
Auswerteelektronik ModWeigh CDW: Anzeige- und Bedienmodul, eingebaut in der Schaltschranktür
Blick in den Schaltschrank: Waagentransmitter montiert auf Hutschiene
Blick in den Schaltschrank: Waagentransmitter montiert auf Hutschiene