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Förderband mit Mittelsteg – klappt es trotzdem mit der Bandwaage?

|   Bandwaagen

Kontinuierliche Kalksteinverwiegung in einem Tagebau – mit einer speziell konstruierten Bandwaage von MTS.

Um den Materialdurchsatz auf einem mobilen Haldenband in einem Kalksteinbruch zu erfassen, sollte eine Bandwaage in das bestehende Förderband installiert werden.

 

Die Herausforderung: Ein Mittelsteg in der Förderbandkonstruktion stellte besondere Anforderungen an die mechanische Ausführung und die Befestigung der Wägetechnik.

 

Eine besondere Einbausituation erfordert eine besondere Lösung

 

Die vorhandene Bandkonstruktion verfügt nur über einen Mittelsteg, ohne seitliche Rahmen. Der Einsatz einer MTS-Bandwaage in Standardausführung war damit nicht möglich – da die Holme, die den Lastträger tragen, seitlich auf den Rahmen befestigt werden.

 

Daher mussten sowohl die Bandwaage als auch die Befestigung des Geschwindigkeitsmessrads auf die konstruktiven Gegebenheiten angepasst werden.

 

Bandwaage ESW 2.3 BFS – speziell für Förderbänder mit Mittelsteg

 

MTS entwickelte eine Bandwaage in Sattelkonstruktion, die direkt auf dem Mittelsteg montiert wird. Für die Bandwaage wurde außerdem ein spezieller Träger für die Messtragstation entwickelt, damit eine direkte Krafteinleitung in die beiden Wägezellen gesichert ist.

 

Auch hier wurde wieder eine Transport- und Überlastsicherung integriert, die die Wägezellen vor Fehlbelastung bzw. Überlastung schützt. Für das Geschwindigkeitsmessrad wurde ein separater Montagewinkel seitlich am Mittelsteg geschaffen.

 

Die Bandwaagensignale werden von der Wägeelektronik ModWeigh FBW plus ausgewertet. Diese ist in einem Schaltschrank verbaut, der direkt vor Ort an der Förderbandanlage montiert ist. Ein separates LCD-Farbdisplay zeigt die aktuelle Förderleistung und weitere Waagenparameter an. Die Bedienung erfolgt über ein eigenes Tastaturfeld. Mittels integrierter Feldbusschnittstelle im Display, hier ProfiNet, ist der Datenaustausch mit der vorhandenen SPS möglich.

 

Erfolgreiche Überprüfung mit Originalmaterial

 

Nach der Montage und Inbetriebnahme wurde die ESW-Bandwaage zunächst mithilfe einer Prüfkette von einem MTS-Techniker vorjustiert. Anschließend erfolgte die Überprüfung mit Originalmaterial. Dafür wurde die über das Förderband transportierte Kalksteinmenge zusätzlich auf einer Fahrzeugwaage gegenverwogen.

 

Der Vergleich mit der Fahrzeugwaage zeigte eine sehr gute Messgenauigkeit: Während die Fahrzeugwaage eine Materialmenge von 16,1 t ermittelte, zeigte die MTS-Bandwaage 16,0 t an. Die Differenz betrug lediglich rund 0,6 %. Seitdem erzielt die Bandwaage zuverlässige und genaue Messergebnisse.

 

Das Projekt zeigt, wie MTS Wägetechnik an bestehende Förderanlagen anpasst und auch bei besonderen baulichen Anforderungen eine geeignete Lösung für die kontinuierliche Durchsatzmessung realisiert.

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Bandwaage ESW 2.3 BFS in Sonderbauform installiert auf einem Förderband mit Mittelsteg
Bandwaage ESW 2.3 BFS in Sonderbauform installiert auf einem Förderband mit Mittelsteg
Geschwindigkeitsmessrades MR 10 der Bandwaage ESW 2.3 BFS
Geschwindigkeitsmessrades MR 10 der Bandwaage ESW 2.3 BFS
Bandwaage ESW 2.3 BFS in Sonderbauform in einem Kalksteintagebau
Bandwaage ESW 2.3 BFS in Sonderbauform in einem Kalksteintagebau