Prallplattenwaagen sind seit Jahrzehnten bewährte Systeme zur kontinuierlichen Verwiegung von Schüttgütern im freien Fall. Viele dieser Anlagen verrichten noch heute zuverlässig ihren Dienst. Doch was passiert, wenn der ursprüngliche Hersteller keine Wartung, keinen Support oder keine Ersatzteile mehr anbietet?
Genau hier kommt MTS ins Spiel.
Seit vielen Jahren übernehmen wir nicht nur die Wartung fabrikfremder Prallplattenwaagen, sondern ersetzen diese – wenn erforderlich - auch durch Waagen aus unserer Produktserie ImpactWeigh. Wir entwickeln in diesen Fällen oft individuelle Lösungen, um die neue Waage in das vorhandene Umfeld optimal integrieren zu können.
Von der Theorie in die Praxis
Jede Austauschlösung stellt andere Anforderungen an Konstruktion, Einbausituation und Prozessintegration. Die folgenden Beispiele aus unterschiedlichen Branchen zeigen, wie MTS bestehende Prallplattenwaagen anderer Hersteller durch passgenaue ImpactWeigh-Systeme ersetzt.
Kalksteinverwiegung mit minimaler Bauhöhe
Bei einem Kunden aus der Kalkindustrie sollte eine verschlissene Schüttstromwaage ersetzt werden. Die Herausforderung bestand in einer äußerst begrenzten Einbauhöhe von lediglich 625 mm.
MTS konstruierte hierfür eine ImpactWeigh mit kompakterem Gehäuse, die exakt auf die vorhandene Konstruktion abgestimmt wurde. Die Sonderkonstruktion verwiegt seit zwei Jahren zuverlässig gebrochenen, nicht gebrannten Kalkstein.
Im Einsatz: IPW 25 mit Gehäuse in Sonderbauform | Verschleißschutz: Trichter, Gehäusekante und Prallplatten mit HB400-Blech | Auswertung ModWeigh PPW plus mit Feldbus-Schnittstelle und Anzeige MD1
Rohsalzverwiegung mit Probenahme und Prüfvorrichtung
Ein namhafter Hersteller der Kali- und Salzindustrie fragte bei MTS den Austausch von drei Prallplattenwaagen eines ehemaligen Herstellers von Prallplattenwaagen an, die altersbedingt ersetzt werden sollten.
Aufgrund der bestehenden Anlagensituation konnten keine MTS Prallplattenwaagen in Standardausführung eingesetzt werden. Daher wurden die Gehäuse der vorhandenen Waagen komplett nachgebaut und mit dem Innenleben der ImpactWeigh ausgestattet. Zusätzlichen erhielten die Waagen zwei Probenahmeöffnungen sowie eine Prüfvorrichtung zur statischen Abgleichkontrolle.
Im Einsatz: IPW 200 mit Gehäuse in Sonderbauform | Verschleißschutz: Trichter, Prallplatte und Gehäusekanten mit Keramikbeschichtung | Auswertung ModWeigh PPW plus mit Analogausgang und Feldbusschnittstelle
Präzise Verwiegung von Paprikapulver
Auch hier bestand die Aufgabe darin, drei ältere Systeme eines Fremdherstellers zu ersetzen, da für diese Systeme keine Ersatzteile mehr erhältlich waren.
Diese Waagen dienen zur Verwiegung von Paprikapulver, ca. 1.000 und 2.000 kg/h. Dafür wurden drei MTS Prallplattenwaagen IPW S geliefert – Ausführung in Edelstahl AISI 304.
Im Einsatz: IPW S mit Gehäuse in Sonderbauform in AISI 304 | ohne Verschleißschutz | Auswertung ModWeigh PPW comfort mit Anzeige MD1.
Fazit
Wenn für ein Waagensystem Support und Ersatzteile vom Originalhersteller nicht mehr verfügbar sind – bieten wir Alternativen!
MTS MessTechnik Sauerland unterstützt Sie und ertüchtigt bestehende Waagensysteme – oder ersetzt diese, oft mit individuellen Anpassungen an bestehende Einbausituationen und Prozesse.
Was Sie für den Einsatz von Prallplattenwaagen wissen sollten
Funktionsprinzip der Prallplattenwaage
Prallplattenwaagen verwiegen Schüttgüter im vertikalen Prozessdurchfluss, wobei das Fördergut im freien Fall auf die Prallplatte auftrifft und einen Aufprallimpuls erzeugt, der von der Wägezelle erfasst wird.
Um eine gute Funktion der Prallplattenwaage zu gewährleisten, sollten die Anlage und auch das Fördergut bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
Voraussetzungen
- das Fördergut ist gut fließfähig (rieselfähig) und weitestgehend homogen,
- die Fördermenge ist so, dass ein ausreichender Aufprallimpuls auf der Prallplatte erzeugt wird
- Zuförderung zur Waage erfolgt über Förderschnecke, Trogkettenförderer oder ähnlichem, so dass ein definierter Infeed erfolgt.
- Installation der Waage frei von Vibrationen und Luftströmungen
Messgenauigkeit
Bei Einhaltung der Voraussetzungen verwiegen die ImpactWeigh-Waagen mit einem Messfehler von max. +/- 1 bis 2 % bezogen auf die Fördermenge, im Bereich von 50 bis 100 % der max. Förderstärke.
Vorteile
- einfache Installation und schnelle Nachrüstung
- kompakte Bauweise – auch für beengte Platzverhältnisse
- nahezu wartungsfreier Betrieb
- langzeitstabile Messergebnisse
- attraktives Preis-Leistungsverhältnis


